Der Abakus war die erste mechanische Rechenhilfe und wurde erst im 17. Jahrhundert von Rechenmaschinen ersetzt. Heute dient er höchstens als Kinderspielzeug.

Im Jahr 1642, der bedeutendsten Zeit von Rembrandt und dem letzten Lebensjahr von Galileo Galilei, baute Blaise Pascal die erste mechanische Rechenmaschine. Immerhin konnte man damit bis zu sechsstellige Zahlen addieren und subtrahieren.

1805 verlor die Klassik mit Schillers Tod einen der wichtigsten Vertreter seiner Zeit. Gleichzeitig zeichnete sich ein Krieg mit Napoleon ab, der sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Höhepunkt seiner Macht befand. Im selben Jahr entwickelte Joseph-Marie Jacquard Lochkarten, mit denen man einen Webstuhl steuern konnte.

Freundschaft
Gerettet aus der ehemaligen Zukunft von Alexander Presber mit Grafiken von Doro Billard

Inspiriert von den ersten Dampfmaschinen, welche durch die Industrialisierung vorangetrieben wurden, entwickelte Charles Babbage 1837 eine dampfbetriebene »Analytische Rechenmaschine«. Jedoch fehlte ihm das nötige Kleingeld, um diese fertig zu stellen. Dennoch ist man sich sicher, dass sie funktioniert hätte. Außerdem erkannte Babbage, dass man die bereits entwickelten Lochkarten, als eine Art externes Programm einlegen könnte. Somit würde man, im Vergleich zu anderen Rechenmaschinen seiner Zeit, eine Trennung von der – wie wir es heute nennen würden – Hard- und Software erreichen.

Höher, weiter, schneller – alles sollte einfach besser werden. Die ersten motorisierten „Kutschen“ werden gebaut, verbreiten sich rasend schnell und ersetzen die natürliche Pferdestärke. Tollkühne Menschen stürzen sich von Abhängen und lernen erstmals das Fliegen. Die Menschheit lauscht in ihren Wohnzimmern den Klängen des Grammophons.

Herman Hollerith, der das große Potential der Lochkarten von Jacquard entdeckte, entwickelte 1888 die so genannte Hollerithmaschine. Vielmehr war es jedoch ein Lochkartensystem und bestand aus einer Tabelliermaschine zur Auswertung, dem Lochkartensortierer zum Ablegen der Lochkarten, dem Lochkartenlocher und dem Lochkartenleser. Das Muster auf den Karten konnte somit gestanzt und die verschlüsselten Informationen jederzeit wieder ausgelesen werden. 1890 diente das System zur amerikanischen Volkszählung und ersparte allen Beteiligten fünf Jahre Bearbeitungszeit. Somit konnte man die Zählung in zwei, anstatt sieben Jahren abwickeln.

Während 1941 die ganze Welt im Krieg erstickt und Japan Pearl Harbor bombardiert, dreht sich alles im Kleinen weiter. Der Berliner Konrad Zuse baute den ersten universell programmierbaren Computer der Welt, welcher im Gegensatz zu Babbages theoretisch entwickelter Maschine, voll funktionsfähig war. Sein Computer war mit wenigen Regeln variabel programmierbar. Eine Berechnung dauerte jedoch, aufgrund der verwendeten mechanischen Relais, noch drei bis fünf Sekunden. Relais sind so etwas wie mechanische Schalter, welche nur den Zustand »ein« oder »aus« kennen. Zuses Z3 basierte auch auf dem Lochkartenprinzip.

Der 2. Weltkrieg ist beendet und die Trümmer werden beseitigt. Man widmet sich der Neuordnung und des Wiederaufbaus. Marilyn Monroe wird 1945 an ihrem Arbeitsplatz in einer Rüstungsfabrik als Fotomodell entdeckt. Nachdem zuvor an dem Bau des Fernsehers geschraubt wurde und bereits erste Modelle existieren, kommt auch die Entwicklung des Computers voran. Der ENIAC wird 1946 als erster Röhrenrechner der Öffentlichkeit präsentiert. Im Vergleich zu dem Rechner von Zuse, arbeiten die Röhren viel schneller und die Addition dauerte nur 0,2 Millisekunden. Doch leider verbarg er einige Nachteile, denn das Programm wurde nicht mit Hilfe von Lochkarten, sondern durch das Umstecken von vielen Kabeln angewählt. Außerdem mussten alle 17 000 Elektronenröhren während der Berechnung ganz bleiben, sonst war das Ergebnis verfälscht.

Bereits Ende der 50er Jahre ersetzt Siemens die Röhren durch Transistoren. Diese erfüllen im Grunde den gleichen Zweck wie Relais und Röhren. Elektrischer Strom soll ein- oder ausgeschalten werden, wie bei einem Schalter. Jedoch besitzen Transistoren den großen Vorteil, dass sie aufgrund ihrer Zusammensetzung viel kleiner und leistungsstärker sind.

In den Jahren darauf, sollte es für Hildegard Knef rote Rosen regnen und Louis Armstrong besingt mit »what a wonderful world« eine scheinbar heile Welt, während in Vietnam ein Krieg tobt. Beim Woodstock-Festival 1969 fordert man im Gegensatz dazu »Love and Peace« und die Menschheit reibt sich die Augen vor den heimischen Fernsehern, als Neil Armstrong als erster Mensch den Mond betritt.

Auch Intel wagt 1971 einen bedeutenden Schritt für die Menschheit, in Richtung der Miniaturisierung. Der 4004 kommt auf den Markt und wird als »Herz« des Computers beschrieben. 2250 Transistoren fanden auf einem 6cm2 großen Chip Platz. Der Mikroprozessor war geboren. Heute befinden sich Millionen Transistoren auf einem Chip. Die Miniaturisierung des Chips hat den Weg frei gemacht für den Personal Computer.

Ab den 1980er Jahren erobern die ersten Heimcomputer die Wohnzimmer der Welt. Die Namen Amstrad, Commodore, Robotron, Atari und Apple wurden als Unterhaltungsobjekte immer populärer und bereicherten den Schulunterricht und die Freizeitgestaltung.

Kein Bock mehr, ich will woanders hin.
Neues Thema, bitte.