Dein Projekt in einem Satz?

Große Räume mit viel drin!

»Aus.«
mehr Bilder von Grischa Stanjek zum Thema »Werden und Vergehen« + Interview

»Aus eigener Herstellung«
mehr Bilder von Katrin Fritz zum Thema »Werden und Vergehen« + Interview

 

Wie war der Entstehungsprozess?
(Von deiner Idee bis zum ersten Foto).

Ich habe den Zustand des Stillstandes gesucht. Der Raum indem die Zeit still steht und es weder »Werden« noch »Vergehen« gibt. Sozusagen eine Zeitkapsel, aber nicht für jeden zugänglich, wie z.B. bei Museen.

Wie hast du dich vor Ort gefühlt? Wie hat es gerochen?
Wie sah es aus? Was hast du gehört?

Ich war immer aufgeregt was mich hinter der nächsten Tür erwartet:
- immer Stille
- oft Geruch von altem Papier und Holz
- meist ein riesiger Raum

Was war für dich am prägendsten?

Sehr beeindruckend war die paläontologische Bibliothek im Naturkundemuseum, ein riesiger wunderschöner Saal seit 100 Jahren im Dornröschenschlaf.

Heute schon Staub aufgewirbelt?
Restauratoren über Leidenschaft und Vorurteile ihres Berufs.

 Sammelst du selbst etwas?

Ich sammele Gott sein dank nichts … noch nichts.

Welchen Stellenwert hat das Sammeln für dich?

Es ist das Wichtigste. Schon in der Steinzeit gab es Jäger und Sammler hahahahhaha (Witz) Also im Ernst denke ich ohne das Sammeln, Archivieren und Bewahren von Informationen hat der Mensch keine Identität. Unser gegenwärtiges und zukünftiges Handeln beruht immer auf den Ergebnissen unserer Vergangenheit.

Was waren deine Intentionen?

Ich wollte einen bunten Mix aus Kultur, Politik, Wissenschaft usw. ich hab viele Stellen angeschrieben, viel telefoniert und auch viele Absagen bekommen.

Wie waren deine Ansprechpartner?

Naja, meistens sehr aufgeweckte, interessante aber auch durchaus kauzige Personen. Details gebe ich nicht preis.

Wie hast du die Aufnahmen gemacht?

Beste Frage: Mein Traum, aber natürlich auch mit dem Konzept verbunden: ich habe mit einer 4×5 Inch Plattenkamera gearbeitet. Der Zeitaufwand ist nicht wirklich überschaubar. Die reine Aufnahme jedes einzelnen Bildes hat ca. 15 Minuten gedauert. Nicht einberechnet sind Einlegen und Entwickeln des Fotos, scannen und bearbeiten.

Mit Gregor beim Nachtshooting.
Der Fotografiekurs von Joachim Baldauf geht nachts auf die Straße.

Gab es Probleme? Hattest du mal einen Hänger?

Oha ja Hänger gabs, vor allem wenn ich das ganze Equipment durch die Stadt geschliffen habe oder mal wieder etwas beim Entwickeln schief ging. Die Motivation fand ich jedoch immer in den Bildern.

Danke fürs Interview!

Werden und Vergehen
Fotoarbeiten des 3. Semesters, Studiengang Kommunikationsdesign, WS 2011/ 12